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Wiederaufnahme von André Chénier am Bodensee
Der Opernschlüssel zu Gast bei den Bregenzer Festspielen


Auch in diesem Sommer wird der Opernschlüssel die Bregenzer Festspiele bei ihrer Vermittlungsarbeit für Kinder und Jugendliche zur Oper André Chénier unterstützen.
Den Anfang macht am 26. Mai Robert Weidensdorfer mit einem musiktheaterpraktischen Workshop zur Oper André Chénier für das Führungspersonal der Bregenzer Festspiele. Vom 25. Juni bis 4. Juli geht es dann mit den crossculture Workshops für Kinder und Jugendliche weiter. In den Workshops eignen sich Kinder und Jugendliche im szenischen Spiel den Inhalt und die Handlung der Oper André Chénier eigenständig an. Moderiert und geleitet werden die Workshops von Annette Brunk und Robert Weidensdorfer. Eine letzte Gelegenheit zur Teilnahme an einem Opernschlüssel-Workshop bietet sich allen Interessierten am 14. Juli bei der crossculture night.

Informationen zum Kinder- und Jugendprogramm der Bregenzer Festspiele www.cross-culture.at

(Robert Weidensdorfer)

Vermittlungsprogramm zur Oper Die Zauberflöte bei den Bregenzer Festspielen 2013

Die Bregenzer Festspiele und Der Opernschlüssel – „Musiktheaterpädagogigk mobil!“ setzen ihre Zusammenarbeit im Jahr 2013 fort. Bereits zwischen 2007 und 2012 führte der Opernschlüssel die musiktheaterpädagogische Arbeit im Kinder- und Jugendprogramm der Bregenzer Festspiele, crossculture, durch. Auch im kommenden Jahr zeichnet sich die Berliner Gruppe für die Vermittlung von Musiktheater für Kinder und Jugendliche zur Oper „Die Zauberflöte“ verantwortlich.

In den crossculture workshops vom 24. Juni bis 4. Juli 2013 lernen Kinder und Jugendliche Wolfgang Amadeus Mozarts bekanntestes Werk aus der Perspektive einer Rolle kennen. Im szenischen Spiel finden sie eigene Lösungen und Interpretationen für die Konflikte der dramatischen Handlung. Unter Zuhilfenahme von Spielmaterialien können die jungen Workshop-Teilnehmer Mozarts letzte Oper aus der Perspektive einer Figur unter Anleitung der Opernschlüssel-Mitarbeiter aktiv erleben und mitgestalten.

Der Opernschlüssel führte bereits die crossculture workshops zu den Werken Tosca (2007/2008), Aida (2009/2010), Achterbahn (2011) und André Chénier (2011/2012) durch. Die Kernzielgruppe der Workshops waren Kinder und Jugendliche. Darüber hinaus wurden in den zurückliegenden Jahren Familien, Unternehmen und Sommermitarbeiter der Bregenzer Festspiele mit Workshop-Angeboten angesprochen.

Anmeldungen für die crossculture workshops sind unter der Telefonnumer 0043 5574 407-379 oder unter info@cross-culture.at möglich.

Weitere Informationen zum Kinder- und Jugendprogramm der Bregenzer Festspiele gibt es hier.

(rw)

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Durch Sandstürme und grüne Oasen.
Roads of Arabia. Eine Karawanenrallye


Noch bis zum 9. April 2012 präsentiert die Ausstellung »Roads of Arabia« im Pergamonmuseum beeindruckende Zeugnisse aus der Vor- und Frühgeschichte Saudi-Arabiens. Das Team von Der Opernschlüssel konzipierte eigens für das Begleitprogramm der Ausstellung eine interaktive Karawanenrallye für junge und junggebliebene Ausstellungsbesucher. Opernschlüssel-Mitarbeiterin Stephanie Langenberg schildert ihre Eindrücke, die sie bei der 1. Karawanenrallye bei »Roads of Arabia« gesammelt hat.

»Marhaba, ismi Pauline«, stellt sich die 10-Jährige ihren Geschwistern und Großeltern vor und hat dabei ein merkwürdiges Gefühl. Ihre Familie auf Arabisch zu begrüßen, ist für sie neu und ungewohnt, aber spannend. Die Vorfreude auf die bevorstehende Karawanenreise wächst. Die bunten Gewänder, in die sich die Karawanenführer, die Coaches der insgesamt drei Gruppen, gekleidet haben, verkünden Spaß und Spiel an diesem Donnerstagvormittag in den Winterferien.

Mit dem Startschuss begeben sich die Gruppen in die Ausstellungsräume und verteilen sich auf drei von insgesamt fünf Stationen des Rallye-Parcours, der vom Team des Opernschlüssels vorher sorgfältig festgelegt worden ist. Alle Gruppen starten zur selben Zeit und wechseln im 15-Minuten-Takt, nachdem sie eine kreative Aufgabe im Team gelöst haben, im Uhrzeigersinn zur nächsten Station, bis sie alle Stationen passiert haben.

Paulines Gruppe beginnt in dem Ausstellungsraum mit Fundstücken aus der Oase Tayma. Der Coach bittet die Teilnehmer, auf Kissen Platz zu nehmen, die auf dem Boden ausgebreitet sind, die Augen zu schließen und der orientalischen Musik und der angenehm ruhigen Männerstimme aus dem CD-Player zu lauschen. Eine Fantasiereise entführt die Karawane in das Land der Tagträume. Ausgeruht kehren die Teilnehmer in die Ausstellung zurück und beantworten die anschließenden Fragen zur Erzählung mit Bravour.

Die Karawane zieht weiter. Vorbei an riesigen Kolossstatuen, einem Prunkgrab eines sechsjährigen Mädchens und Meilensteinen mit arabischen Inschriften aus Granit gelangt die Gruppe in den Ausstellungsraum zur Handelsstadt Qaryat al-Faw, wo die nächste Aufgabe wartet. Um die Wasservorräte für die lange Reise wieder aufzufüllen, soll die Gruppe hier so viele zusammengesetzte Wörter mit »Wasser« bilden wie möglich. Nun schreiben drei Kinderhände gleichzeitig in gemalter Krakelschrift über 30 schöne Wörter auf, die von allen Teilnehmern laut in die Gruppe geworfen werden.

Bei der nächsten Station sind der Geruchs- und Geschmackssinn der Teilnehmer gefragt. Sieben verschiedene Gewürze und Duftstoffe sind in kleine Glasfläschchen gefüllt, deren Inhalte die Karawanenreisenden anhand des Geruchs erkennen sollen. Leider hat der 7-jährige Felix eine solche Schnupfnase, dass er nur raten kann: »Vielleicht Basilikum?« Zum Glück können die Geschwister helfen, und so kann das Team jedes Gewürz am Ende doch noch richtig benennen.

Die nächste Aufgabe ist ein Schrifträtsel, basierend auf dem sabäischen Alphabet, aus dem sich später das Arabische entwickelt hat. Die Buchstaben sollen zuerst ins Deutsche übertragen werden. Dann müssen an den richtigen Stellen noch Vokale eingefügt werden, und stolz präsentiert die Gruppe die Lösung: »Der Koran ist das heilige Buch des Islam!«, ruft Nils glücklich.

Zum Schluss zieht die Karawane in einen Raum, der nicht mehr zur Ausstellung gehört. Dort studiert sie einen eigenen Tanz ein, mit dem sie den Zusammenhalt der Gruppe demonstriert, der ja auch für die echten Karawanen in der Wüste überlebenswichtig ist. Ein paar Schritte in imaginären Sand stampfend, laufen die Kinder und Großeltern im Kreis und klatschen zur Musik. Die Karawane ist glücklich, da sie alle Aufgaben so gut gemeistert hat!

Zur Siegerehrung erscheinen alle Gruppen im Tanzraum. Obwohl Paulines Karawane so konzentriert mitgearbeitet hat, kommt sie »nur« auf den zweiten Platz. Den feinen Unterschied machten die Wasser-Wörter! Eine andere Gruppe hat doppelt soviele und daher mit Abstand gewonnen. Dennoch fühlt sich auch der zweite Platz gut an. Der Spaß an der Sache, das gemeinsame Ferienerlebnis mit Oma und Opa sowie der Teilnehmerpreis, nämlich süß schmeckende Feigen, sind die Dinge, die in guter Erinnerung bleiben werden.

Für das Team des Opernschlüssels ist der Moment, in dem die Teilnehmer so glücklich ihren Preisen entgegenfiebern, Genugtuung und Bestätigung zugleich: das Wissen, auf spielerische Weise den Spaß am Lernen vermittelt zu haben und dabei den Wünschen des Publikums gerecht geworden zu sein sowie die positive Resonanz als Beweis für ein gelungenes Projekt deuten zu können. Das macht Lust auf mehr davon...

(Stephanie Langenberg)

Tagebuch eines musiktheaterpraktischen Ferienworkshops

Das Museum für Islamische Kunst (im Pergamon Museum zu Berlin) wurde in den Osterferien zum Schauplatz einer besonderen Theaterwerkstatt. Dort erfanden und probten Kinder zwischen 8 und 12 Jahren unter der Leitung des Opernschlüssels ihr eigenes Theaterstück über den persischen Helden Rostam und seinen nicht minder wagemutigen Sohn Sohrab. Den musikalischen Ausgangspunkt für die sechstätige Entdeckungsreise bildete die Oper "Rostam und Sohrab" von Loris Tjeknavorian. Das Theaterstück feierte am 30. April 2011 im Mschatta-Saal (Foto) des Museums für Islamische Kunst Premiere.

Interessierte finden hier ein Tagebuch, das den Verlauf der Workshopwoche dokumentiert.

Abenteuerliche Streifzüge durch die persische Sagenwelt

Im Rahmen der Sonderausstellung »Heroische Zeiten. Tausend Jahre persisches Buch der Könige« im Museum für Islamische Kunst in Berlin nimmt der Opernschlüssel interessierte Ausstellungsbesucher mit auf theaterpraktische Entdeckungstouren. In verschiedenen Workshops in den Räumen des Pergamonmuseums erwachen die Abenteuer des tapferen persischen Helden Rostam, seiner Gefährten und Widersacher im Frühjahr 2011 zu neuem Leben.

Den musikalischen Ausgangspunkt bildet die Oper »Rostam und Sohrab« des armenischen Komponisten Lloris Tjeknavorian. Auf der Suche nach seinem treuen Pferd Raksch verschlägt es Rostam in die sagenumwobene Stadt Samanghan. Dort verliebt er sich in die schöne Prinzessin Tahmineh. Erst später erfährt Rostam, dass Tahmineh ein Kind zur Welt gebracht hat – seinen Sohn Sohrab. Jahre später werden Vater und Sohn durch das Großmachtstreben zweier mächtiger Könige in einen Krieg verwickelt. Als Rostam an der Seite des iranischen Königs Kay Kavus in den Kampf zieht, ahnt er noch nicht, dass Sohrab an der Seite seiner Feinde kämpft…

Alle Neugierigen sind eingeladen, Rostams abenteuerliches Leben am Wochenende mit der ganzen Familie kennen zu lernen. Wer die gefährlichen Prüfungen selbst nachspielen möchte, ist zu einer Rallye durch die Ausstellung eingeladen.

Weitere Informationen zu den Angeboten des Opernschlüssels während der Ausstellung »Heroische Zeiten. Tausend Jahre persisches Buch der Könige« gibt es hier:

Die Abenteuer des Rostam - theaterpraktischer Ferienworkshop

Die Abenteuer von Rostam und Sohrab - ein spielerischer Streifzug durch Persiens Mythenwelt

Theaterpraktische Museumsrallye - auf Rostams Spuren

Der Opernschlüssel - jetzt auch als Blog

Ab sofort können sich alle, die an den Angeboten des Opernschlüssels teilgenommen haben, online austauschen und Feedbacks geben. In Kooperation mit Junge Staatsoper, der Education-Abteilung der Staatsoper Unter den Linden, wurde ein gemeinsamer Blog ins Leben gerufen.

Unter der Adresse blog.opernschluessel.de können eigene Beiträge zu verschiedenen Themen verfasst und kommentiert werden. Es ist auch möglich, Fotos aus den Workshops herunterzuladen.

Wer sich über das umfangreiche Education-Programm der Staatsoper Unter den Linden informieren möchte, kann dem Link http://www.staatsoper-berlin.de/de_DE/show/program_youth folgen.